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FIMEM-Aufruf gegen Kindersoldaten

Die Teilnehmer des RIDEF (26. internationales Treffen der Freinet-Pädagogen), in Saint-Louis (Senegal) vom 7.8.2006 bis zum 14.8.2006 verurteilen die Rekrutierung und den Einsatz von Kindern als Soldaten wie auch jegliche Form von Gewalt gegenüber Kindern und der Ausnutzung von Kindern, sowie die Einschränkung der Kinderrechte.

Wir erinnern daran, dass nach den Bestimmungen der UNO kein Mensch Waffen tragen darf, bevor er 18 Jahre alt ist. Das Recht auf Erziehung für jeden ist unantastbar, dies gilt auch für das Recht der Kinder auf Achtung ihrer Kultur und ihrer Identität.§

Wir meinen, dass Kinder, die als Soldaten eingesetzt werden, daran gehindert werden, die Besonderheiten der Kindheit als Lebensphase (Spielen, untereinander Kommunizieren, sich Ausdrücken, Lernen) zu erleben. Dies ist ein Verbrechen gegen die Menschheit, worüber ein internationales Gericht urteilen sollte.§

Wir meinen, dass der „demokratische Westen“ sehr heuchlerisch ist und in dieser Hinsicht kompromittiert, und dass die Länder aus dem Norden auf jegliche Einmischung verzichten sollen, die – unter verlogenen humanitären Gründen – die Erweiterung ihrer Macht und ihrer Märkte beabsichtigen.§

Es ist die Aufgabe von internationalen Organisationen, von Kinderrechts¬organisationen, von Friedensbewegungen, von feministischen Bewegungen, von pädagogischen Bewegungen, die Weltöffentlichkeit mit Nachdruck über das Problem zu informieren.§

Wir, die Teilnehmer des RIDEF, fordern alle Organisationen und Institutionen auf, sich nachdrücklich gegen jegliche Form von Rekrutierung, Ausbeutung, ideologischer und fanatischer Manipulation der Kinder und jegliche Einbeziehung von Kindern in Kriege zu wenden.§

Wir fordern auch auf, die Mitwirkung von Regierungen zu verurteilen, die einerseits diese Missstände denunzieren, aber andererseits Waffen und Technologien an Länder verkaufen, die Krieg führen.§

So beschlossen von der Generalversammlung der FIMEM (Internationale Vereinigung der Bewegungen der Modernen Schule – Freinet-Pädagogik) am 11. August 2006 in Saint-Louis, Senegal.

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nicht nur das...

...in vielen Ländern werden die Kinder schon vor der Volljährigkeit mit Gewalt in Kontakt gebracht, so dass die Folge dessen automatisch der Griff zur Waffe ist, natürlich ab dem 18. Lebensjahr. Auch davor sollten Kinder verschont bleiben auch wenn das Primärziel die Eindämmung der Zahl der Kindersoldaten ist.

LG

Boris