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manifeste contre les politiques migratoires européennes voté à la RIDEF de Suède en 2018

traduction Ingrid Dietrich

Manifest der 350 LehrerInnen aus 27 Laendern, die in Ljungskile / Schweden zum 32. Internationalen Freinet- Treffen versammelt waren:

 

Im Lauf der letzten 15 Jahre ist eine "Atombombe" im Mittelmeer explodiert:

 

34 361 Opfer bis zum heutigen Tag  (Juli 2018), davon viele Kinder

 

Niemand verlaesst seine Heimat aus freiem Willen. Historische, oekonomische und politische Gruende (Kolonialismus, Neokolonialismus, Globalisierung) verursachen die Verelendung in Afrika und im Mittleren Osten. Wir sind zur Zeit Zeugen der Ausbreitung eines Gefuehls der Unsicherheit und Angst, was zu einer Schliessung der Grenzen fuehrt und kollektive, solidarische Loesungen verhindert.

 

Es ist von groesster Wichtigkeit, diesen Prozess umzukehren und eine nachhaltige Entwicklung in den Ursprungslaendern in Gang zu setzen. Die Medien muessen verantwortlich mit der Fluechtlingsfrage umgehen, die Staaten und die grossen Unternehmen muessen Verantwortung uebernehmen und die solidarischen Bewegungen und Organisationen in ihrer Arbeit unterstuetzen.

 

Wir, die in Ljungskile in Schweden zum 32. Internationalen Freinet-Treffen versammelt sind(1), fordern eine andere Politik, um  Armut und Ausgrenzung zu bekaempfen, und wir leisten Widerstand gegen jede Form der Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit.

 

Ein bedeutender Teil der Oeffentlichkeit engagiert sich schon fuer die Migrantinnen und Migranten, und es gibt zahlreiche soziale Organisationen und Vereinigungen, die solidarische Arbeit auf diesem Gebiet leisten.

 

Freinet-LehrerInnen sind an der Seite der Unterdrueckten, sie engagieren sich im Bereich der Schule und in der Gesellschaft. Sie erklaeren sich einverstanden mit dem zivilen Ungehorsam gegen unterdrueckerische und diskriminierende Vorgehensweisen.

 

Die Generalversammlung der Vereinigung der Internationalen Freinet-Bewegungen (F.I.M.E.M.)

Ljungskile, le 27 Juli 2018

 

 

(1)   darunter ungefaehr 50 deutschsprachige TeilnehmerInnen