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Infor 60 - León, mai 2011

 

 

Infor 60

 

 

León / Spanien vom 26. April bis 5. Mai 2011

 

 

 

FIMEM

 

Fédération Internationale des Mouvements de l'École Moderne-

Internationale Vereinigung der

Freinet-Bewegungen

 

 

Jahrestagung des Verwaltungsrats der FIMEM (CA)

 

 

 

Tagungs-Ort: - Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität León

- Arbeitstreffen für die Vor- und Nachbereitung der RIDEFS:

CEIP (Colegio de Educación Infantil y Primaria) Antonio González de Lama C / Juan XXIII, n º 2; C.P.24006. León, España.

      • Unterbringung: Résidence Etudiants Av. Emilio Hurtado, s /n (sin número) 24007 • -León (Espagne).

 

Anwesende:

Teresita Garduño (MEPA-Mexiko) Präsidentin

Mamadou Demba (ASEM-Sénégal) Vice-Präsident

Ingrid Dietrich (FK-Allemagne) Sekretärin

Pilar Fontevedra (MCEP-Espagne) Beauftragte für die RIDEF 2012

Patricia Despaquis (ICEM-France) Schatzmeisterin

Giancarlo Cavinato (MCE Italie) assoziiertes Mitglied

 

Manuskript: Ingrid et Teresita

Endredaktion: Ingrid et Patricia: französische Version

Übersetzung: Pilar und Teresita, spanische Version

Ingrid, deutsche Version

Mamadou, englische Version

Giancarlo, italienische Version

 

 

 

 

Inhaltsangabe:

 

 

  1. Brief der Präsidentin

  2. Reaktionen des CA angesichts der weltweiten Ereignisse

  3. Kontakt mit internationalen Organisationen

  4. Aktuelles über die Freinet-Bewegungen in der Welt

 

4a: Afrika

4b: Amerika

4c: Europa: MCEP – Spanien

ICEM – Frankreich

MCE – Italien

Freinet-Kooperative Deutschland

4d: Asien

 

  1. Bilanz der RIDEF 2010 in Nantes /Frankreich und Übergabe der Informationen an die Organisationsgruppe in León

  2. Vorbereitung der RIDEF 2012 in León /Spanien

  3. Sichtbarmachung der Arbeit der FIMEM auf der RIDEF 2012

  4. Planung der RIDEF 2014 in Italien

  5. Beziehungen mit der Universität León

  6. Die aktuelle und die neue Homepage der FIMEM

  7. Die Archive der weltweiten Freinet-Bewegungen

  8. Die Charta und der Raum für philosophisch-pädagogische Auseinandersetzungen

  9. Bilanz der Zielsetzungen

  10. Satzung – Finanzen – Solidaritätsbeiträge

  11. Nächstes Treffen des CA und Vorbereitung der Generalversammlungen auf der RIDEF 2012

  12. Zusammensetzung des nächsten CA

 

  1. Liste der Anhänge

 

Anhang 1: Geschenk der Freinet-Bewegung der Elfenbeinküste für die FIMEM

Anhang 2: Zum Thema der RIDEF in León

Anhang 3: Solidaritätsfoto einer Schule in Burkina Faso für die Kinder in Japan

 

 

 

 

 

1. Brief der Präsidentin der FIMEM

- Fédération Internationale des Mouvements de l'Ecole Moderne –

zum Thema der nächsten RIDEF

in León / Spanien vom 23. Juli bis 1. August 2012:

 

Teresita Garduño Rubio, Mexico:

 

Erziehung und Gleichheit der Geschlechter

 

 

„Die Erziehung ist ein Menschenrecht und ein wesentliches Mittel, um die Ziele der Gleichheit, der Entwicklung und des Friedens zu erreichen. Mädchen und Jungen können nur gewinnen durch eine nicht-diskriminierende Erziehung, die schließlich dazu führt, Beziehungen mit mehr Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen herbeizuführen. Die Frauen können nur eine aktivere Rolle im gesellschaftlichen Wandel übernehmen, wenn Gleichheit beim Zugang zur Erziehung und zum Erwerb von Qualifikationen für sie gewährleistet ist.

 

Die Alphabetisierung der Frauen ist ein wichtiges Mittel, um die Gesundheit, die Ernährung und die Erziehung in der Familie zu gewährleisten und um es den Frauen zu ermöglichen, an der Entscheidungsfindung in der Gesellschaft teilzuhaben. In ökonomischer und sozialer Hinsicht hat es sich als äußerst rentabel erwiesen, in die Erziehung und Ausbildung der Mädchen und Frauen zu investieren, sei sie nun klassisch-konventionell oder anders: dies ist eines der besten Mittel, um eine nachhaltige Entwicklung in Gang zu setzen und ein solides ökonomisches Wachstum zu erreichen.“

 

Erklärung und Aktionsprogramm von Peking: Die vierte Weltfrauenkonferenz (September 1995)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mädchen und Frauen in einer Welt gleicher Chancen

 

Das Jahr 2011 hat uns überrascht mit einer ganzen Kette von Jugend-Rebellionen in Nordafrika. Es ist möglich, dass diese Jugendlichen, die ihr ganzes Leben unter der Diktatur verbracht haben, auf Grund ihrer Erziehung und Bildung erkannt haben, dass die Situation im Rest der Welt anders ist.

 

Plötzlich haben sich die Straßen von Tunis, von Ägypten, von Libyen, von Spanien, von England und von Chile mit Tausenden von Jugendlichen gefüllt, die sich gegen die Korruption, gegen den Mangel an Chancengleichheit, gegen die Vernichtung ihrer zukünftigen Bildungschancen und gegen alle Schwierigkeiten erhoben haben, zur Universität zu gehen oder ein Dach über dem Kopf zu bekommen.

 

Diese Aufstände hatten viele gemeinsame Merkmale: die Selbstorganisation, die Kooperation, die Nutzung der modernen Kommunikationsnetze (Internet, Facebook, Blogs) und besonders die gute Ausbildung der Jugendlichen. Ihre Erziehung hat sie befähigt, die Forderungen nach Chancengleichheit, Nicht-Diskriminierung, nach demokratischem Leben und nach Frieden zum Ausdruck zu bringen.

 

Studien in verschiedenen Ländern zeigen, dass ein besseres Lebensniveau der Bevölkerung, die Verlängerung der Schulzeit der Kinder, eine bessere Ernährungssituation, eine bessere frühkindliche Versorgung und eine Mitwirkung der Frauen an Entscheidungen angesichts sozialer Probleme gekoppelt sind an ein höheres Bildungsniveau der Mütter. Deshalb muss ein grundlegender Kampf

geführt werden, um die Bildung der Mütter zu erhöhen, was wiederum Einfluss hat auf eine bessere Erziehung der Kinder und Jugendlichen.

 

Das zentrale Thema der RIDEF von León 2012: „Das Recht auf Erziehung von Mädchen und Frauen: Gleichheit der Bildungschancen“ führt uns die Notwendigkeit vor Augen, die Erziehungssituation der Frauen und Mädchen in unseren Ländern zu analysieren und zu prüfen, welches Potential sie haben, für einen sozialen Wandel tätig zu werden. Diese Situation ist besonders schwierig in den Kontinenten, wo nationale Bewegungen schnell an Einfluss gewinnen und sich untereinander vernetzen, wie in Afrika und Südamerika. Dennoch gibt es auch in Europa noch genügend Kämpfe zu führen, und ebenfalls in Asien.

 

 

Mädchen und junge Frauen in der Schule

 

In Westafrika sind mehr als die Hälfte der Mädchen von der Schulbildung ausgeschlossen. In Mittelamerika ist ein großer Prozentsatz der Bevölkerung unter 15 Jahren, die Analphabeten sind, sehr arme Frauen aus der Gruppe der Eingeborenen oder aus ländlichen Regionen.

 

In der Welt gibt es ungefähr 875 Millionen Analphabeten, zwei Drittel davon sind weiblich. Von den mehr als 110 Millionen Kindern, die nicht zur Schule gehen sind 70 % Mädchen.

 

55 Millionen Mädchen gehen nicht regelmäßig zur Schule. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Mädchen auf der Welt (56 %) unter den Bedingungen großer sozialer Ungleichheit leben, dass sie nicht zur Schule gehen und diese Schul- Erfahrung nicht mit den Gleichaltrigen in ihren Wohnvierteln teilen können.

 

Für die jungen Mädchen ist das Problem noch schlimmer, denn 87 % von ihnen können keine Sekundarschule besuchen. In dieser Situation lebt die Mehrheit der Mädchen aus Migrantenfamilien, die ihre Heimat verlassen, um bessere Lebensbedingungen zu finden.

 

Außerdem sind unter den 25 Millionen Flüchtlingen auf der Welt 80 % Frauen und Kinder.

 

Eines der Ziele der Jahtausendwende für das Jahr 2015 war es, Jungen und Mädchen den gleichen Zugang zur Primarschulerziehung zu gewährleisten und die Ungleichheiten für die Jugendlichen im Hinblick auf den Gymnasialbesuch zu beseitigen. Haben wir uns diesen Zielen weltweit angenähert?

 

 

Frauen und Gesundheit

 

In der Hälfte aller Haushalte auf der Welt ist die Gewalt zu Hause. 50 % der Frauen haben Gewalt in irgendeiner Form von ihrem Partner erfahren.

 

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich eine halbe Million Frauen im Zusammenhang mit Schwangerschaften und Geburt; das sind 1400 pro Tag, 99% von ihnen stammen aus unterentwickelten Ländern. Diese Todesfälle hätten vermieden werden können.

 

In der südlichen Sahara stirbt eine von drei Frauen bei der Geburt. In den industrialisierten Ländern liegt das Risiko dagegen bei 1 auf 4085 Fällen.

 

Gemäß UNICEF sind ein Drittel aller Erwachsenen, die mit AIDS leben, jünger als 25 Jahre alt, zwei Drittel davon sind Frauen. In Afrika südlich der Sahara sind die Mädchen früher und schneller infiziert als die Jungen. In der Altersgruppe zwischen 15 und 24 Jahren kommen zwei infizierte Mädchen auf einen infizierten Jungen.

 

Ungefähr 800 000 Kinder unter 15 Jahren sind mit Aids infiziert, 90 % von ihnen auf Grund der Übertragung von der Mutter auf das Kind.

 

Studien belegen, dass im Vergleich mit Frauen, die irgendeine Form von Erziehung über die Primarschule hinaus genossen haben, Frauen ohne Schulbildung fünf mal weniger grundlegende Informationen über Aids besitzen.

 

 

Sexuelle Ausbeutung, sexuelle Gewalt und frühe Mutterschaft

 

Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren stellen die größte Gruppe der sexuellen Ausgebeuteten. Es wird geschätzt, dass ungefährt 500 000 Mädchen unter 18 Jahren jedes Jahr Opfer von Mädchenhandel werden.

 

Genitale Verstümmelungen betreffen jedes Jahr 130 000 Mädchen und Frauen auf der Welt, 2 Millionen werden davon bedroht.

 

Bei der Mehrzahl der bewaffneten Konflikte spielt systematische sexuelle Gewalt gegen Frauen eine große Rolle; sie wird benutzt als Werkzeug des Terrors und der „ethnischen Säuberung“.

 

Ein alarmierender Fall ist Indien, wo auf 1000 Männer 933 Frauen kommen; Studien erwähnen, dass dies ein Resultat der Praxis pränataler sexueller Selektion ist.

 

Gemäß der Organisation „Save the children“ gibt es jedes Jahr 13 Millionen Kinder auf der ganzen Welt, die von Frauen unter 20 Jahren geboren wurden, mehr als 90 % von ihnen (11,7 Millionen) in unterentwickelten Ländern. Komplikationen bei der Schwangerschaft und Geburt sind die hauptsächliche Todesursache bei den Frauen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren in diesen Zonen.

 

Die Hälfte der Mädchen, die in Entwicklungsländern leben (außer in China), heiraten im Alter bis 20 Jahren. Wenn man die Anzahl der Jahre erhöht, die die Mädchen zur Schule gehen, ist dies eine der besten Arten, wie man ihnen ermöglichen kann, eine spätere und selbst gewählte Heirat einzugehen.

 

 

Frauen, Mädchen und wirtschaftliche Bedingungen

 

Was die wirtschaftlichen Bedingungen angeht, sieht die Situation nicht wesentlich anders aus. Anscheinend sind nur 37 % der Frauen auf der Welt wirtschaftlich tätig; sie bekommen nur ¾ des Monatslohns der Männer und arbeiten hauptsächlich im Niedriglohn-Sektor.

 

Nur 16 % der Parlamentarier und der entscheidenden Posten sind mit Frauen besetzt.

 

Ein Drittel aller Haushalte werden von Frauen geführt. In Mittelamerika und in einigen afrikanischen Ländern beträgt diese Quote 50 %. Generell verwenden Frauen 70% ihrer Zeit darauf, sich um ihre Familien zu kümmern. Ihr Beitrag zur Weltwirtschaft bleibt so unsichtbar.

 

Eine Herausforderung

 

Die RIDEFS (Internationalen Freinet-Treffen) bieten Raum dafür, um unsere Visionen über die Erziehung und die Welt im allgemeinen miteinander zu teilen, um gemeinsam über die Fragen nachzudenken, die uns beunruhigen und betreffen. Wir laden alle Mitglieder der FIMEM (der Internationalen Freinet-Bewegung) dazu ein, folgende Aspekte der Realität in ihren Ländern zu erforschen:

  • die Gleichheit der Geschlechter hinsichtlich des Zugangs der Mädchen und jungen Frauen zur Schulbildung und ihrer Verweildauer in der Schule

  • die Situation der Mädchen aus Minderheiten (Migranten, eingeborene Bevölkerung, ländliche Bevölkerung, ledige Mütter) im Schulsystem

  • die Anzahl der Frauen, die im Schulsystem arbeiten – nicht nur als Lehrerinnen, sondern auch in leitender Position, als Schuldirektorinnen und Ministerinnen

  • Erziehungspraktiken, die auf Gleichberechtigung gerichtet sind: in der Schule, in der Familie; die gleiche Aufteilung der Betreuung der Kinder, des Haushalts, der Hilfe bei den Hausaufgaben

  • Sexualerziehung als Schutz gegen Vergewaltigung und sexuelle Ausbeutung der Kinder und Jugendlichen

  • Zugang zu den Gesundheitsdiensten, um den Schutz der Mädchen und Frauen gegen Viruserkrankungen wie den Papillomvirus zu gewährleisten; Zugang zu Empfängnisverhütung und zu professioneller ärztlicher Betreuung

  • der soziale Kampf um gleiche Löhne und leitende Positionen der Frauen in sozialen Projekten

 

Die große Energie und das Engagement, das wir bei den Organisatorinnen der RIDEF in León gefunden haben (zum größten Teil Frauen), läßt uns darüber nachdenken, wie die Freinet-Pädagogik in den verschiedenen Ländern praktiziert wird, besonders von den Frauen.

 

Dieses Phänomen haben wir auch in der Organisation des ersten Treffens der Freinet-PädagogInnen in Südamerika (RADEF) beobachten können und bei „dem südamerikanischen Netzwerk“ , das zu ¾ aus Frauen besteht.

 

Wir fordern alle Mitglieder der FIMEM auf, diese Aufgaben in Angriff zu nehmen, um auf der RIDEF in León unsere Untersuchungen und Dokumentationen zur Situation der Mädchen und Frauen im Erziehungssektor unserer Länder vorzustellen und ins rechte Licht zu setzen.

 

Teresita Garduño

Einige Bilder sagen mehr als tausend Worte:

 

 

 

 

 

 

 

2. Reaktionen des CA angesichts der weltweiten Ereignisse

 

Es erscheint uns evident und nötig, auf die Informationen zu reagieren, die uns zugehen.

 

Wir haben Überlegungen angestellt über die Positionen des CA der FIMEM angesichts der neueren weltweiten Ereignisse und über die Bedeutung unserer Reaktionen auf Naturereignisse und politische Kämpfe. Wir glauben, dass eine Reaktion wichtig ist für die KollegInnen, die in den betrofffenen Ländern wohnen. Aber wir sind uns auch der Schwierigkeiten bewußt, angesichts dieser Welt, die immer komplexer wird, schnell und angemessen zu reagieren. Deshalb haben wir folgende Übereinkunft getroffen:

 

a) Wir können nicht auf alle Ereignisse reagieren, die in der Welt geschehen. Das ist nicht unsere vorrangige Aufgabe.

b) Wenn es wichtige politische oder soziale Ereignisse oder Naturkatastrophen gibt, werden wir allgemein gehaltene Solidaritätsbotschaften senden.

c) In dem internen Mailverkehr des CA werden wir vermerken, ob es sich um eine Information handelt, oder ob eine dringende Reaktion des anderen Mitglieder gefragt ist, unter Angabe des Termins, bis wann diese Reaktion erfolgen soll.

d) In dringenden Fällen werden wir über die Verteilerlisten Solidaritätsadressen senden, für die drei Unterschriften von CA-Mitgliedern genügen.

e) Wenn es sich um eine ausführlichere Stellungnahme handelt, werden die Solidaritätsbotschaften auf der Homepage im „Espace philisophique“ veröffentlicht.

f) Der CA der FIMEM kann sich auch anderer Kommunikationsmittel bedienen, um die Mitgliedbewegungen oder andere soziale Organisationen zu informieren: Homepages, Facebook, Blogs usw.

g) Es gab Solidaritätsadressen für Tunesien angesichts der Revolution.

h) Es gab mehrere Solidaritätsadressen von mehreren Mitgliedsbewegungen der FIMEM für Japan.

i) Für dieses Land wurde zu Solidaritätsadressen 'auf Papier' aufgerufen für die Kinder in Japan (da in den Regionen, die von den Natur- und Atomkatastrophen betroffen waren, die elektronischen Systeme nicht mehr funktionierten).

 

 

 

  1. Kontakt mit internationalen Organisationen

 

Giancarlo Cavinato hat Kontakt aufgenommen mit Christoph Baker, dem Repräsentanten der UNICEF in Rom, der ein Programm „erzieherische Stadt“ leitet. Er ist auch zugegangen auf Francesco Tonnuci vom Nationalen Forschungsrat über die „Städte der Kinder“, und mit NATS, einer Gewerkschaft arbeitender Kinder in Lateinamerika.

 

Jean Legal hat ein Mandat, die FIMEM bei dem Rat für Kinderrechte der UNESCO zu vertreten. Er ist ebenfalls Mitglied des Leitungsgremiums der DEI (Internationale Verteidigung der Kinder) – einer Organisation, die über die Einhaltung der Kinderrechtskonvention wachen soll.

 

Um Subventionen für die nächste RIDEF zu erhalten, hat Pilar Fontevedra an die Kommission der UNESCO für die Gleichstellung der Frauen geschrieben.

 

Die FIMEM hat auch versucht, andere Kontakte mit der UNESCO herzustellen (mit Hilfe der bulgarischen Freinet-Bewegung, denn die jetzt amtierende Präsidentin ist Bulgarin) und mit Hilfe von Prof. Volker Lenhart aus Heidelberg, der viel mit internationalen Organisationen zusammengearbeitet hat. Doch dieser Kontakt über Ingrid Dietrich hat keine Ergebnisse erbracht.

 

 

 

  1. Aktuelles über die Freinet-Bewegungen in der Welt

 

4a. Afrika

 

RADEF – Rencontre Africaine des Educateurs Freinet

 

Eine RADEF hat stattgefunden vom 20.-28. Februar in Dagana im Senegal. Folgende Länder waren vertreten: Senegal, Kongo, Benin, und Elfenbeinküste. Französische Kollegen waren anwesend. Die Referenten waren Mam-Sadikh DIAW, Papa Meissa Hanne und die Lehrer der Schule Célestin Freinet in Dagana.

Die französische Freinet-Bewegung ICEM hat ungefähr 10 Kollegen der CAMEM die Teilnahme am französischen Jahreskongress von Lille (23. - 26. August 2011) ermöglicht.

 

Die afrikanische Kooperation der Freinet-Bewegungen CAMEM hat ihr Büro und ihre Arbeit umstrukturiert. Samie Essohan aus Togo ist verantwortlich für die Zeitung, zusammen mit Mamadou Demba. Mohamed Id Babou ist verantwortlich für die Information und die Planung neuer Projekte.

 

Die französ. Stiftung EPI hat der CAMEM eine finanzielle Hilfe gegeben für die Organisation dieses Treffens und den Kauf eines Computers und einer Druckmaschine für jede Mitgliedsbewegung der CAMEM. Die Stiftung EPI hat auch Fortbildungstreffen in folgenden Mitgliedsländern der CAMEM finanziert: Togo, Camerun, Benin.

 

B Tunesien

 

Die CAMEM wird an Souad Gherib herantreten und Kontakt mit Raja Lachheb in der Stadt Elmourouj Kasr Kafsa aufnehmen. Diese war auf der RIDEF 2010 in Nantes anwesend. Papa Meissa Hanne wird sie bitten, mit Souad ghérib zusammenzuarbeiten an der Neu-Strukturierung der tunesischen Freinet-Bewegung.

 

DE CA hat Souad Ghérib ein Empfehlungsschreiben gegeben, um ihre Anwesenheit bei Forum der Zivilgesellschaften zu unterstützen (einer Versammlung von Nicht-Regierungsorganisationen). Dieses Forum will den Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Organisationen fördern und die Planung gemeinsamer Projekte anregen. Es fand statt vom 20.-21. Mai in Tunis.

 

C Camerun

 

Vom 4. bis zum 7. April 2011 hat das erste Seminar zur Lehrerfortbildung der AECEMO (kamerunesische Freinet-Bewegung) unter Mitwirkung der CAMEM stattgefunden. Es gab Ateliers über die Freinet-Pädagogik, die Freinet-Techniken und die Demokratie in der Schule, ebenso wie über die Kinderrechte.

 

 

D Elfenbeinküste

 

Die FIMEM hat ein schönes Geschenk von der Freinet-Bewegung der Elfenbeinküste erhalten: Einen aus Holz geschnitzten Elefanten (s. Foto im Anhang), und wir hoffen, dass er sich bis zur RIDEF 2012 nach león transportieren lassen wird!

 

Angesichts der schrecklichen Unruhen, die dieses Land in letzter Zeit betroffen hat, hoffen wir, dass Stabilität und Ruhe einziehen werden und es den Einwohnern von neuem erlauben werden, friedlich zusammen wohnen, und dass den Kindern ihre Kinderrechte wieder gewährt werden können.

 

 

E Äquatorial-Guinea

 

Eine Gruppe aus Äquatorial-Guinea hat Pilar um Informationen über die Freinet-pädagogik gebeten. Sie hat ihnen geantwortet, aber noch keine neuen Reaktionen erhalten.

 

 

 

 

4b: Amerika

 

A Canada

 

Teresita hat Kontakt mit Dana Burghelea, die aus Rumänien stammt und vor Jahren nach Kanada ausgewandert ist. Sie ist dort isoliert und schließt sich dem Amerika-Netz der Freinet-Bewegung an, aber da dort die Sprachen Spanisch oder Portugiesisch benutzt werden, ist es für sie nicht einfach, in Kontakt zu treten und sich einzugliedern. Teresita hat ihr geraten, sich an Marc Audet von der französischen Freinet-Bewegung ICEM zu wenden.

 

B Brasilien – Treffen der südamerikanischen Freinet-Bewegungen

 

Das 1. Treffen der Freinet – LehrerInnen Amerikas hat stattgefunden in Teresinha, Piaui, Brasilien, vom 15. bis zum 22. Juli 2012. Das Thema des Treffens: „Wir säen Ideen, wir bereiten Wege“. Die Schlüsselworte waren: Zuneigung, Kommunikation, kooperatives Arbeiten, tastendes Versuchen, freier Ausdruck, Volkserziehung. Dieses Treffen wurde von der Regionalbewegung Nord-Nordosten Brasiliens vorbereitet (MMENN). Die zweite Freinet-Bewegung Brasiliens, die ABDEPP hat sie dabei unterstützt, ebenso wie die MEPA in Mexiko und die FIMEM.

 

Es gab Teilnehmer aus Brasilien, Chile, Uruguay und Mexiko.

 

Es gab ungefähr 160 Teilnehmer, die in Ateliers zur Freinet-Pädagogik arbeiteten, eine Schule besuchten und Ausflüge in die Umgebung machten.

 

Die neue Fassung der Charta der modernen Schule wurde von der Generalversammlung dieses südamerikanischen Kooperations-Netzes angenommen.

 

Das 2. Treffen dieses Freinet-Netzwerks wird in Chile stattfinden, organisiert von der Schule in La Pintana / Santiago und von den KollegInnen der chilenischen Freinet-Bewegung (s.u.).

 

Zur selben Zeit wie die RADEF (Rencontre Américaine des Educateurs Freinet) haben die brasilianischen Freinet-Bewegungen ihr 9. National-Treffen der ABDEPP und MREMNN begangen, und das 9. Seminar der Regionalbewegung der Modernen Schule Nord-Nordost (MREMNN).

 

Am letzten Tag gab es interne Versammlungen der einzelnen Bewegungen. Die Bewegung ABDEPP hat interne Schwierigkeiten bearbeitet, und nach einigen Tagen haben ca. 30 Personen aus der Region Sao Paulo die ABDEPP verlassen, darunter die Gründungsmitglieder insgesamt. Sie haben ein neues Netzwerk gegründet - Netzwerk der Erzieher und Forscher in der Freinet-Bewegung) mit einer alternativen horizontalen Struktur und einer anarchistischen Konzeption.

 

Andererseits halten die gewählte Präsidentin der ABDEPP, Maria da Graca Melchiors (aus Curitiba, Paraná), die Schatzmeisterin Maysa Borges de Castro (de Florianapolis) und die Sekretärin Silva Casagrande Gorski (aus Santa Catarina) an der ABDEPP fest und versichern, dass mehr als 200 Personen eingeschriebene Mitglieder bleiben.

C Chile

 

Der erste chilenische Freinet-Kongress hat stattgefunden am 10. und 11. Januar 2011. Er wurde organisiert von der Schule Célestin Freinet in La Pintana / Santiago de Chile. Auch Teresita Garduno, die Präsidentin der FIMEM, war eingeladen. Diese Schule überdauerte die Pinochet-Diktatur und leistete Widerstand, indem sie eine engagierte Arbeit für die Mädchen und Jungen in den Armenvierteln machte.

 

Auf dem Kongress versammelten sich auch andere Lehrende, die aus Schulen in Santiago und aus anderen Regionen kamen. Auch Freinet-Lehrer aus Brasilien, Uruguay und Brasilien nahmen teil.

Diese beiden anderen Länder haben damit begonnen, eine Freinet-Fortbildung in ihren Ländern zu organisieren.

 

Der Kongress hat es den chilenischen KollegInnen erlaubt, Kontakte zu knüpfen mit anderen Schulen, mit denen sie eine Bewegung bilden wollen. Die konstituierende Versammlung der „Kooperative für eine fortschrittliche Erziehung in Chile“ fand am 14. Mai in Santiago statt. Diese Initiative hat 5 Direktions-Mitglieder und 50 Anhänger.

 

Der CA der FIMEM beglückwünscht die Gründung der chilenischen Freinet-Bewegung und wünscht ihr viel Erfolg für ihre weitere Entwicklung.

 

 

D Mexiko

 

MEPA

 

Die MEPA hat eine Publikation über die RIDEF in Metepec 2010 herausgebracht, unter erheblichen Anstrengungen nach Europa transportiert und an die Teilnehmer der RIDEF in Nantes verteilt. Danach nahm die Bewegung ihre Arbeit für die Verteidigung der öffentlichen Staatsschule wieder auf. Sie hat angeklagt, dass der mexikanische Staat sich den Direktiven der Weltbank beugt, indem er den Schulen erzwungene Examen auferlegt, um die Qualität der Schulen und der Lehrenden herabzusetzen. Als Reaktion darauf haben die Mitglieder der MEPA öffentliche Erklärungen abgegeben und Presse-Artikel publiziert.

 

Eine Versammlung des Nationalen Netzwerks der alternativen Erziehung hat stattgefunden in einer öffentlichen Schule in Concepción Meléndez, in Hidalgo del Parral Chihuahua. Dieser Kongress fand statt zu dem Thema: Kunst, Freiheit und Fantasie. Diese Schule befindet sich in einer schwierigen Region Mexikos, die erschüttert wird durch die Kämpfe gegen die Drogenhändler. Die Kollegen dort leisten eine außergewöhnliche Arbeit. Sie geben den Kindern die Möglichkeit, sich den dramatischen Situationen zu stellen, die sie in ihren Elternhäusern erleben.

 

Außerdem hat die MEPA einige pädagogische Bücher herausgebracht.

 

MMEN

 

Diese mexikanische Bewegung führt weiterhin Ferienkurse zur Freinet-Pädagogik durch bei dem Nationalen Lehrerbildungsinstitut.

 

 

 

E Uruguay

 

Gabriella Varaldy aus Uruguay hat teilgenommen an den ersten chilenischen Freinet-Kongress. Sie hat wertvolle Ergebnisse mitgeteilt über die Spuren der Freinet-Pädagogik in ihrem Land, die bis auf den ersten Freinet-Kongress 1957 in Nantes zurückgehen. Die Zeitschrift „Al Vuelo“ der spanischen Freinet-Bewegung MCEP hat einen Artikel dazu von Gabriella veröffentlicht (s. in der französ. Fassung des INFOR 60).

 

Im Februar 2011 haben Gabriella Varaldy und Noelia Trjos haben ein erstes Treffen zur Freinet-Pädagogik veranstaltet. Am 1. April haben sie mit Andrea Alemany (eine Uruguayerin, die in Frankreich lebt) ein Atelier zur Freinet-Pädagogik in Montevideo einberufen. Iris Mérnez und Marcela Riquelme aus Chile haben dort einen Film über ihre Schule präsentiert. Auch Gabriel Kaplún, ein leitender Lehrer der Fakultät für Kommunikation, dessen Vater viel über die Freinet-Pädagogik geschrieben hat, war anwesend.

 

Außerdem gab es Besuche und Austausch von Material zwischen Gabriella Varaldy und der mexikanischen und französischen Freinet-Bewegung.

 

s. folgende Links über den Austausch Frankreich-Uruguay:

 

http://www.youtube.com/profile?user=Andale02#p/u/4/TyXoSA1GqTI

 

http://www.youtube.com/profile?user=Andale02#p/u/0/MPy8DoOvrMw

 

 

 

4 c Europa

 

ICEM – Frankreich

 

Das Institut Coopératif de l'Ecole Moderne (ICEM) ist sehr engagiert in dem Kampf gegen die Zerstörung der öffentlichen Schule und in der Abwehr der Angriffe der Regierung auf 'widerständige' Lehrer. Diese widersetzen sich den Direktiven, die der Ethik der Freinet-Pädagogik zuwiderlaufen. S. „Offener Brief an den Nationalen Erziehungsminister“, http://www.icem-pedagogie-freinet.org/node/12744.

 

Verschiedene Treffen in Form eines „Offenen Salons“ für das Publikum wurden erfolgreich von den Regionalgruppen in Nantes, Toulouse, Hauteville (bei Lyon) und Paris organisiert.

 

Die Regionalgruppe GD 44 hat vom 8. bis 9. April den 21. Salon von Nantes organisiert, und zwar in dem Alternativ-Gymnasium von Saint Nazaire, mit dem Thema: „Widerstand: andere Praxis und andere Werte für die Schule“. Auf diesem Treffen hat man die Schwierigkeiten thematisiert, auf die heute eine kindzentrierte Schule trifft, die die Schüler respektiert, angesichts der Starrheit der heutigen Schulstrukturen. Die Mitglieder des ICEM wehren sich gegen eine elektronische Erfassung der Schüler im Schulregister, bei der auch die Nationalität vermerkt wird. Einsolches Vorgehen kann benutzt werden zur Kontrolle illegaler Flüchtlinge („immigrants sans papiers“). Sie wehren sich außerdem gegen nationale Evaluationen und Leistungsüberprüfungen. Die offizielle Linie der Ministeriums führt zu einer Klassifizierung der Schulen nach Leistung. Die Lehrer, die sich diesen Trends widersetzen, riskieren Disziplinarmaßnahmen. Die Freinet-Lehrer haben beschlossen, trotz dieser Sanktionen Widerstand zu leisten.

Die italienische Freinet-Bewegung könnte an Mauro Palma appellieren, den Präsidenten der Europäischen Komitees gegen die Folter, und ihn um Hilfe bitten in dem Kampf um die Menschenrechte der Migrantenkinder.

 

In der nächsten RIDEF wird ein Runder Tisch vorgesehen über dieses Problem der Migranten- und Flüchtlingskinder, mit Giancarlo Cavinato, Jean Legal und Ingrid Dietrich.

 

Die Verantwortlichen des ICEM haben auch berichtet, dass der offizielle Rückhalt für die kooperativen Bewegungen und für die darin organisierten Pädagogen zurückgeht. Dennoch gibt es auch im Erziehungsministerium Kollegen, die diese Netzwerke unterstützen.

 

Der Freinet-Verlag PEMF existiert nicht mehr. Vom ICEM selbst wird „Le Nouvel Educateur“ herausgegeben und einige Serien für die Schule. Die Mitglieder des ICEM erhalten regelmäßig einen Rundbrief zu aktuellen pädagogischen Fragen.

 

Auf der Homepage des ICEM kann man die Publikationen finden:

http://www.icem-pedagogie-freinet.org/outils-et-publications,

sowie alle Informationen zu der französischen Freinet-Bewegung unter: http://www.icem-pedagogie-freinet.org/

 

Der nationale französische Freinet-Kongress des ICEM hat stattgefunden in Lille vom 23. bis 26. August 2011. Es gab mehr als 600 Teilnehmer, 18 Nationalitäten waren vertreten.

Das Thema war: „Das Kind als Schriftsteller“. Patricia Despaquis hat vom CA der FIMEM teilgenommen. Sie und Babette Barrios von der spanischen Freinet-Bewegung MCEP haben vor der Generalversammlung die RIDEF 2012 in León / Spanien vorgestellt. Sie haben dort auch auf die Notwendigkeit hingewiesen, das spanische Organisationskomitee zu unterstützen, indem die nationalen Bewegungen Spenden für die RIDEF 2012 bereitstellen.

 

 

Italien - MCE

 

In Italien ist die allgemeine Situation wenig günstig. Berlusconi geifert jede Woche gegen die Öffentliche Schule, die den Familien sogenannte „falsche Werte“ aufzwingen möchte. Die Subventionen für die Schulen werden zurückgefahren. Die Situation in den Familien, in denen Vater und Mutter abwesend sind, weil sie arbeiten müssen, wird immer schwieriger. Die Kinder bleiben zu Hause sich selbst überlassen, ohne Beschäftigung und kulturelle Anregung.

 

Die italienische Freinet-Bewegung hat 5o5 Mitglieder. Dieses Jahr wird sie ihr 60jähriges Jubiläum feiern. Sie wurde 1951 in Fano (in der Region Marken) gegründet von Giuseppe Tamagnini, nach Kontakten mit Freinet und dessen Besuchen in Italien. Die Bewegung ist entstanden in den Experimentalschulen, die sich bei ihrer Arbeit auf die neue italienische Verfassung berufen konnten, wie z.B. die „Stadt-Schule“ Pestalozzi in Florenz, oder das italienisch-schweizerische Zentrum in Rimini, dessen Pavillons auf Grund der Solidarität der Schweizer Gewerkschaften gebaut werden konnten, nachdem der Krieg und die Bombardements die Stadt zerstört hatten. Diese Schule wurde von einer Ausnahme-Pädagogin geleitet, Margherita Zoebeli, die im Spanischen Bürgerkrieg mitgekämpft hatte und die nach der Niederlage der Republikaner katalanische Kriegswaisen über die Pyrenäen in die Schule Freinets (in Südfrankreich) geführt hatte. Außerdem zählen zu diesen Experimentalschulen die „Erneuerungs-Schule“ in Mailand und einige andere.

 

Dieses Jahr wird die italienische Freinet-Bewegung ihren Kongress vom 8. bis zum 11. Dezember abhalten. Sie haben die Präsidentin der FIMEM dazu eingeladen. Als Ehrenpräsidenten hat man Mario Lodi, der allseits bekannt ist, und Anna Fantini, eine der ersten Lehrerinnnen der italienischen Freinet-Bewegung benannt, ebenso die Ehefrau des ersten Präsidenten Tamagnini. Giancarlo Cavinato kann in einem Kurz-Atelier auf der RIDEF in León von dieser Geschichte der intalienischen Freinet-Bewegung berichten.

 

 

 

L'Allemagne- FREINET – KOOPERATIVE

In Deutschland ist die Entwicklung aus pädagogischer Sicht positiv - besonders nach den Wahlen in Baden-Württemberg,  bei denen die Grünen und die SPD gewonnen haben. Das bringt auch positive Konsequenzen für das Erziehungssystem im Land Baden-Württemberg  mit sich. Die Selektion der Schulkarrieren im Alter von 10 Jahren - ohne Widerspruchsmöglichkeit der Eltern - war bisher die Regel. Nun können die Eltern mitbestimmen, welche Schulform ihr Kind besucht. Die Studiengebühren in Baden-Württemberg werden abgeschafft. Alle diese Änderungen können auch positive Auswirkungen auf die Entwicklung der Freinet-Pädagogik in Deutschland haben.

 

Es wird darüber diskutiert, eine "Gemeinschaftssschule" für alle Schüler bis zum 14. Lebensjahr in ganz Deutschland zu schaffen.

Die Freinet-Kooperative hat eine Lehrerfortbildung ins Leben gerufen, die aus 7 Fortbildungs-modulen besteht, die jeweils 4 Tage umfassen und in der Reinhardswaldschule bei Kassel durchgeführt werden. Dort wird nach den Prinzipien der Freinet-Pädagogik gearbeitet.

 

Die Module behandeln folgende Themen:
- Freier Ausdruck
- Demokratie leben und lernen
- Verlasst die Übunsräume!
- Natürliche Methode des Lernens - forschendes und entdeckendes Lernen
- Heterogenität als Lernchance
- Leistung zeigen – Dokumentation und Präsentation
- Hospitation bei KollegInnen und Teilnahme an einer Freinet-Veranstaltung

Die Teilnehmer-/innen bekommen ein Zertifikat, das auch von den Schulverwaltungen anerkannt wird. Diese Fortbildung, die Teilnahmegebühren kostet, findet schon im 4. Durchgang statt. Die TeilnehmerInnen erstellen Portfolios, um ihren eigenen Lernprozess zu dokumentieren und sich mit anderen darüber auszutauschen. Ca. 1/3 der Teilnehmer-/innen arbeiten an Privatschulen.

Im April gab es ein Symposion zur Freinet-Pädagogik in Kassel mit 90 TeilnehmerInnnen.

Die Freinet-Kooperative hat 510 Mitglieder.

 

 

 

Spanien – MCEP

 

Es gibt in fast allen Regionen Spaniens eine Gruppe des MCEP. Die Mitglieder versammeln sich jedes Jahr zu einem Kongress, Jeden März findet ein Koordinationstreffen statt, an dem die Verantwortlichen der Regionalgruppen und die Leiter der Ateliers teilnehmen.

 

Was die Organisationsform angeht, ist das MCEP ein Verbund von Regional- Bewegungen, der von einem obersten Sekretär geleitet wird, wobei dieses Amt rotiert. Jede MCEP-Gruppe ist autonom, was ihre Organisationsform angeht. Man zahlt 30 Euro für die nationale Koordination, ist aber ansonsten unabhängig. Die spanische Bewegung hat ungefähr 200 Mitglieder, darunter viele Pensionäre. Das Erziehungsministerium erkennt auf Grund eines Abkommens die Jahreskongresse als Lehrerfortbildung an. Nach jedem Kongress gibt das MCEP ein Dossier heraus.

 

Die Zeitschrift des MCEP heißt „Al vuelo“. Die Arbeitsgruppe Koedukation gibt ihre eigene Zeitschrift heraus: „Menta y Canela“. Auch andere Arbeitsgruppen innerhalb des MCEP haben ihre eigenen Zeitschriften. Man kann diese finden auf der Homepage der spanischen Freinet-Bewegung: www.mcep.es.

 

Zu ihrem Jahreskongress, der jeweils 8 Tage dauert, lädt der MCEP jeweils kostenfrei und mit Reisegeld-Erstattung ein oder zwei Personen ein, die Mitglieder anderer Freinet-Bewegungen sind, die der FIMEM beitreten wollen. 2008 hat Juan Carlos aus Mexiko teilgenommen, 2009 Ireri und zwei chilenische Lehrer 2010. Dieses Jahr fand der Kongress in Huelva statt. Im Jahre 2012 wird der MCEP keinen Kongress abhalten, weil er die RIDEF in Spanien organisiert.

 

Im Jahre 2008 hat der MCEP zum 70. Jahrestag der spanischen Republik auf der RIDEF in Mexiko mehrere Erinnerungs-Veranstaltungen abgehalten für Freinet-Pädagogen, die als spanische Exilanten in Mexiko nach dem Bürgerkrieg Aufnahme fanden: Patricio Redondo, José Tapia, Ramón Costa und Herminio Almendros. Durch diese Hommage wollte der MCEP dem Land Mexiko danken, dass es diese Pädagogen aufgenommen, ihnen einen pädagogischen Wirkungskreis geöffnet und ihnen dadurch einen Neuanfang ihres pädagogischen Lebens ermöglicht hat.

 

 

4d: ASIEN

 

A China

 

Ein aktives Mitglied der französischen Freinet-Bewegung, Olivier Francomme, hat mit Unterstützung der FIMEM eine Reise unternommen, um die Möglichkeit zu erkunden, eine Freinet-Gruppe in China ins Leben zu rufen, wohin er schon vorher Kontakte hatte.

 

Der Kindergarten in Hangzhou, der von Hu Shayeng gegründet wurde, wird den Namen „Ecole Maternelle Freinet“ annehmen. Das Kollegium dort erkennt die Charta der Modernen Schule an.

 

 

  1. Bilanz der RIDEF in Nantes

 

Bei diesem Treffen waren Francois und Odile Perdrial von der Organisationsgruppe der RIDEF in Nantes anwesend, um die Bilanz der RIDEF Nantes vorzustellen und ebenso ihre Erfahrungen und Reflexionen über die Organisation und die Resultate der RIDEF vorzustellen.

 

  • Die OrganisatorInnen der RIDEF in Nantes wollten vor allem die Teilnahme junger LehrerInnen fördern, um sie an die Freinet-Bewegung und an die FIMEM heranzuführen.

Die „Jungen“, die in der Organisation mitgearbeitet und dort viel Arbeit geleistet haben, haben nur 150 Euros für die Teilnahme bezahlt. Das trifft auch zu für die Mitglieder der Gruppe 44 (Bretagne) und der Regionalgruppe von Lyon, die den Kongress organisisert haben. Ihre Regionalgruppen haben die Differenz ausgeglichen: 9 100 und 5 300 Euros.

 

Trotzdem sollte man mit dem ermäßigten Tarif nicht irgendwelche junge Teilnehmer 'beglücken', die dann gar nichts zum Gelingen der RIDEF beitragen oder die noch nicht einmal ständig teilnehmen.

 

Die Gesamtkosten der RIDEF in Nantes betrugen 90 403,88 Euros.

 

  • Die Teilnehmer aus Afrika konnten von der Solidaritäts-Regelung profitieren. Sie haben nur 30 Euro Teilnahmegebühr bezahlt.

  • Es ist wichtig, um diese Solidarität auch weiterhin rechtzeitg organisieren zu können, dass die „B-Länder“ (Afrika, Amerika, Osteuropa) so bald wie möglich eine Liste der TeilnehmerInnen für León aufstellen, auch damit die nötigen Reisedokumente organisiert werden können. Die Organisatoren von Nantes haben ein Jahr vorher den Appell ausgesandt, die künftigen Teilnehmer zu melden, die ein Visa oder einen Einladungsbrief der FIMEM benötigen, um zur RIDEF reisen zu können.

 

Diese Listen sollten ab sofort an Pilar Fontevedra vom Organsiationskomitee León gesandt werden.

 

  • Es ist wichtig, das Datum anzugeben, bis wann der Pass gültig ist, und die Stadt, in der der Pass ausgestellt wurde. Von April bis Dezember 2009 gingen diese Angaben bei den Organisateuren von Nantes ein. Mit Hilfe dieser Liste haben die Organisatoren die Einladungen an die Teilnehmer verschickt sowie an die Erziehungsministerien und die Außenministerien der betreffenden Länder. Sie haben auch Daten für Vor- und Nachtreffen zur RIDEF hinzugefügt, um den Teilnehmern einen längeren Aufenthalt in Frankreich zu ermöglichen. Außerdem haben sie den Teilnehmern eine Bescheinigung geschrieben, die nötig war, um die Visa zu erhalten: Sie haben eine Versicherung abgegeben, dass sie die Flugkosten übernehmen und dass die Teilnehmer bei ihnen untergebracht seien.

 

Die RIDEF in Nantes hat für die internationale Solidarität 30 000 Euro zur Verfügung gehabt.

 

 

  1. RIDEF in León

 

Es gab einen reichen Erfahrungsaustausch mit der Organisatoren-Gruppe von León, die uns sehr gut empfangen hat in dieser schönen Stadt. Wir konnten einen Raum mit Internet-Anschluss in der Universität von León nutzen und dort Tag (und Nacht) arbeiten. Wir danken herzlich Pilar Fontevedra, Elena Cardenoso, Rosario Quintanilla (Charo), Tere Colín und Luciana Gaitero für, dass sie uns empfangen haben, uns gute Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt und uns rund um die Uhr geholfen haben.

 

Die Informationssitzung für die RIDEF in León hat am Samstag, den 30. April stattgefunden in Gegenwart von Emiliano Padilla, Cesar Trapiello und Juanjo Vicente vom MCEP, die z.T. aus weit entfernten Teilen Spaniens angereist waren.

 

 

Folgende Punkte wurden behandelt:

 

  • Es gibt ein Vorbereitungskomitee von 10 bis 12 Personen des MCEP. Später werden noch andere Personen zu diesem 'harten Kern' hinzukommen.

  • Das Organisationskomitee hat einen Zeitplan für die Vorbereitung der RIDEF vorgelegt.

  • Das Organisationskomitee bittet, die Anträge auf Visa ihm so bald wie möglich zuzusenden (s.o.). Dies betrifft die Länder Senegal (Mamadou Demba ist dafür verantwortlich), die afrikanischen Länder, die osteuropäischen Länder, Kolumbien und Haiti.

  • Es gibt schon eine Webseite mit ersten Informationen: www.ridef2012.org  (auf Spanisch !) Auf Deutsch findet man erste Informationen auf der Homepage der Freinet-Kooperative:

http://www.freinet-kooperative.de unter dem Punkt „International“.

In dem Heft der „Fragen und Versuche“ von September 2011 findet man den „Brief der Präsidentin der FIMEM“ zum Thema der RIDEF 2012: „Erziehung und Gleichheit der Geschlechter“

Auch die Freinet-Gruppe Wien hat schon Informationen zur RIDEF 2012 veröffentlicht: freinetgruppewien.wordpress.com/.../ridef-2012-ine-leon-spanien/

  • Das Organisationskomitee hat das provisorische Budget für die RIDEF 2012 vorgelegt. Angesichts der Tatsache, dass sich die ökonomische Lage in Spanien verschlechtert hat, kostet die Übernachtung (im Studentenheim) 25 Euro pro Nacht, d.h. 230 Euro pro Woche.

  • Das Organisationskomitee hat folgende Simulation über die Teilnahmegebühren und Pensionskosten vorgestellt, wie das Budget aussehen würde, wenn man keine Subventionen erhält:

 

 

Número

Precio

Subvención

País (Land) A

 

548

0

País B

 

411

País A

 

503

Bei Subventionen von 12000 +15000 Euros

 

País B

 

377

País A

 

443

Bei 27000 Euros – s.o.- , wenn man die Mahlzeiten in der Mensa verbilligt, d.h. Abstriche an der Qualität macht

País B

 

332

 

  • Über diese finanzielle Situation müssen alle Bewegungen nachdenken. Wenn man den Teilnehmerpreis für die RIDEF 2012 herabsetzen will, braucht man Subventionen oder zusätzliche Hilfen von den Mitgliedsbewegungen von ungefähr 15 00 Euro.

 

Die Organisatoren fahren mit ihrer Suche nach Subventionen fort. Wir bitten außerdem alle Mitgliedsbewegungen, die bei der Suche nach Subventionen in ihren Herkunftsländern zu unterstützen (durch die Organisation von Aktivitäten, Spendensammeln, Sparmaßnahmen etc.), um zur Senkung der Gesamtkosten der RIDEF 2012 beizutragen.

 

  • Die spanische Freinet-Bewegung MCEP hat schon 12 000 Euro für die RIDEF 2012 bereitgestellt – das ist die Summe, die sie sonst für ihren nationalen Kongress gebraucht hätten.

Die deutsche Freinet-Kooperative hat eine Subvention von 4 800 Euro für die RIDEF 2012 bereit gestellt.

Die italienische Freinet-Bewegung MCE hat 1000 Euro für die RIDEF-2012 überwiesen.

  • Für die Vorbereitung der Langzeit-Ateliers ist es wichtig, dass den Atelier-Leitern die Informationen über das Thema der RIDEF mitgeteilt werden, damit sie deren Inhalte darauf konzentrieren (s. „Brief der Präsidentin“ - Thema „Gleichheit der Geschlechter“).

  • Giancarlo schlägt ein Atelier zur unterschiedlichen Art zu denken von Männer und Frauen vor. Er weist darauf hin, dass es am Ursprung der Freinet-Bewegung ebenfalls einen Mann und eine Frau gab (Célestin und Èlise....).

  • Die Atelier-LeiterInnen sollen möglichst bald das Thema und die Arbeitsmethode ihres Ateliers mitteilen. Sie sollen einen Verantwortlichen benennen für Artikel darüber in der Tagungszeitung der RIDEF, und einen anderen Verantwortlichen, um einen Bericht über das Atelier zu schreiben.

  • Zu Beginn der RIDEF wird es eine Versammlung der Langzeit-Atelier-Leiter geben, um die Details gemeinsam zu besprechen.

  • Die Kurzzeit-Ateliers können sich wie gehabt auf eine Freinet-Technik oder eine pädagogische Frage beziehen oder Themen bzw. kulturelle Besonderheiten aus den einzelnen Teilnehmer-Ländern vorstellen.

  • Die Basisgruppen sollen nur zwei - oder dreimal tagen.

  • Es wird genügend Ausstellungsflächen geben für Kunst-Ausstellungen zum Thema der RIDEF (Isabel Alonso) und für Buchverlage.

  • Für die Vorstellung der Ländergruppen wird vorgeschlagen, Themen und Lieder zu wählen, die die Rolle der Frau zum Thema haben.

 

 

  1. Sichtbarmachung“ der FIMEM auf der RIDEF-2012

 

Die Mitglieder des CA haben auf der RIDEF 2010 in Nantes festgestellt, dass die (enorme) Arbeit des CA kaum bekannt ist. Daher schlagen sie vor, die FIMEM, ihre Ziele, Ihre Gründung im Jahre 1957, ihre Geschichte, ihre augenblickliche Arbeit etc. sichtbar zu machen und vorzustellen. Es wird Informationen in Form eines Posters, einer Power Point und /oder einer Wandzeitung geben.

 

Der Arbeitsraum des CA wird öffentlich zugänglich sein für alle TeilnehmerInnen, die sich dafür interessieren. Die jeweilige Tagesordnung wird öffentlich angekündigt werden, damit alle TN die Arbeit des CA mitverfolgen können.

 

 

  1. Planung der RIDEF-2014 in Italien

 

Giancarlo schlägt Reggio Emilia als Tagungsort vor (in Norditalien). Das ist eine kleine, sehr schöne Stadt, ähnlich wie León, wo es gute Arbeitsmöglichkeiten gibt. Die großen Kunst-Städte sind in der Nähe: Bologna, Ferrara, Lorena. Bis zu 450 Personen können untergebracht werden.

 

Allerdings gibt es dort keine Camping-Möglichkeiten oder Studentenheime. Die Übernachtungskosten liegen daher bei 80 Euro pro Nacht und Doppelzimmer, d.h. Bei 40 Euro mit Frühstück.

Die zweite Möglichkeit wäre Salerno im Süden, wo es eine aktive Freinet-Gruppe gibt. Diese engagiert sich auch gegen die Mafia. Das ist ein Ort, wo auch Theater-Festivals organisiert werden.

 

Die Mitglieder der ital. Freinet-Bewegung MCE werden im Dezember 2011 auf ihrer Generalversammlung über den Ort der RIDEF 2014 entscheiden.

 

 

  1. Beziehungen zur Universität León

 

Da die Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität León geholfen hat, Mamadou Demba aus dem Senegal eine offizielle Einladung zu vershcaffen, damit er an der Arbeitssitzung in León teilnehmen konnte, hat der Dekan als 'Gegenleistung' eine Lehr-Veranstaltung für die Studenten über die Freinet-Pädagogik in Spanien und Mexiko angeregt. Dieser Vortrag wurde von Teresita Garduno gehalten und kam sehr gut an bei den Studenten und den anwesenden Professoren. Es wurden Beispiele der rbeit in Freinet-Klassen gezeigt. Diese Veranstaltung wird auch dazu beitragen, dass sich StudentInnen und Professoren für die Teilnahme an der RIDEF 2012 interessieren.

 

Nach dieser Vorstellung hat der Dekan Teresita Garduno gebeten, behilflich zu sein bei einem Austausch-Abkommen zwischen der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität León und der Pädagogischen Universität in Mexiko für die Kindergarten- und Primarschullehrer-Ausbildung, und für Praktika in Schulen in Mexiko.

 

 

  1. Die aktuelle und die neue Homepage der FIMEM

 

Der CA hat beschlossen, eine internationale Arbeitsgruppe zu bilden, um die neue Homepage zu konstruieren und einzurichten: Claude Beaunis aus Frankreich, Juanjo Vicente aus Spanien, Luis Ricardo Ramos Hernandez aus Mexiko. Die neue Homepage existiert schon provisorisch. Patricia hat dem CA demonstriert, wie sie funktionieren kann.

 

Bis diese Homepage endgültig funktioniert, ist es notwendig, dass die alte Homepage bestehen bleibt. Die neue Homepage wird kooperativ gestaltet sein, offen für alle InteressentInnen an der Freinet-Pädagogik. Sie wird die Möglichkeit bieten, dass die Mitgliedsbewegungen ihre Dokumente und Informationen dort selbst veröffentlichen können.

 

 

  1. Die Archive der Freinet-Bewegung

 

Michel Mulat hat eine ungeheure Arbeit geleistet für die Archivierung der Dokumente, die sich auf der alten Homepage befinden. Wir glauben, dass es notwenidg ist zu wissen, wie man mit diesem Archiv arbeiten kann, das im Dokumentationszentrum der Stadt Nizza hinterlegt wird.

 

Der CA hat Ingrid und Patricia beauftragt, nach Nizza zu fahren und an Ort und Stelle zu erkunden, wie dieses Archiv untergebracht ist und wie man damit arbeiten kann. Sie werden diese Reise je nach ihren zeitlichen Möglichkeiten bis zum Frühjahr 2012 unternehmen.

 

 

 

 

 

12. Die Charta und der 'Philosophische Raum' auf der Homepage der FIMEM

 

 

Die Abstimmung der Generalversammlung von Nantes für die Annahme der Charta der Modernen Schule in ihrer neuen Fassung hat Kritik hervorgerufen, besonders weil es nur eine sehr schwache Mehrheit gab für die Änderung dieses Grundsatz-Dokuments der Freinet-Pädagogik.

 

Darum ist es wichtig, den 'Philosophischen Raum' auf der alten und neuen Homepage der FIMEM zu haben, der offen ist für andere Vorschläge zu der Charta und für zusätzliche Dokumente von grundsätzlicher Bedeutung (z.B. die Charta für die Erhaltung der Erde....).

 

  1. Bilanz der Orientations-Ziele

 

Wir stellen die Ziele der FIMEM 2010 – 2012 und die Fortschritte bei ihrer Realisierung vor:

 

Vorschläge der 1. Generalversammlung der FIMEM am 22.7.2010, Nantes:

 

  • Den Austausch zwischen den Mitgliedsbewegungen zu intensivieren – zu Kooperation und regionaler Zusammenarbeit aufzufordern

 

- Die CAMEM (Vereinigung der afrikanischen Freinet-Bewegungen) hat ihr 2. Treffen am 28.2.2011 in Dagana durchgeführt.

- Das erste Treffen der (südamerikanischen) Freinet-Bewegungen hat Teresinha, Brasilien stattgefunden (15. bis 22. Juli 2011)

 

  • Arbeitsbeziehungen mit der spanischen Freinet-Bewegung MCEP aufzunehmen für die Vorbereitung der RIDEF in Spanien

- Diesem Zweck diente das Arbeitstreffen des CA in León, um den Veranstaltungsort und den Stand der Vorbereitungen kennen zu lernen.

 

  • Mit der Arbeit an den Archiven fortfahren (s.o. Sowie Kontakte mit Michel Mulat)

 

  • Die Jahresbilanz zusammen mit den Mitgliedsländern erstellen:

Wir hatten Probleme mit der Führung der Mailing-Listen, aber sind auf einem guten Weg, sie zu lösen. Der CA hat in einem Rundbrief alle Mitgliedsländer gebeten, ihre Angaben über die Kontakt-Adressen und den gegenwärtigen Stand der Bewegungen zu erneuern, aber bisher hat es nur drei Antworten darauf gegeben!

 

Bitte die Informationen senden an: dietrich.i@ gmx.de oder an fimem_ca@googlegroups.com

 

  • Perspektiven für die Zukunft der FIMEM entwickeln (noch nichts passiert)

 

 

Orientationsziele, die nach der 2. Sitzung der Generalversammlung in Nantes hinzugefügt wurden (am 25.7.2010, in der Sitzung der spanischen und französischen Sprachgruppen):

 

  • Den Widerstand gegen die Zerstörung der öffentlichen Staatsschule zu intensivieren und zu vernetzen

- Dazu gab es Anstrengungen in Frankreich, Italien und Mexiko

  • Beziehungen herstellen zu internationalen Organisationen

- Für die Organsiation der RIDEF 2012 hat die spanische Freinet-Bewegung Kontakt mit der UNESCO aufgenommen.

  • Eine neue Homepage für die FIMEM einrichten

- Stand der Arbeiten: s.o.

  • Eine Inhaltsangabe der Archive zur Freinet-Pädagogik veröffentlichen, die in Mayenne (Amis de Freinet) und Nizza aufbewahrt werden, ebenso wie eine internationale Adressenliste erstellen.

- Bei dieser Arbeit sind wir noch nicht vorangekommen.

 

 

  1. Interne Satzung – Finanzen – Solidaritätsbeiträge der Bewegungen

 

Die Freinet-Bewegungen, die Mitglieder in der FIMEM sind, werden daran erinnert, ihre Mitgliedsbeiträge zu überweisen und die RIDEF 2012 finanziell zu unterstützen. Die Organisationsgruppe hat große Schwierigkeiten, öffentliche Subventionen für die RIDEF zu erhalten.

 

Unsere Schatzmeisterin Patricia bereitet einen gesonderten Rundbrief an die Freinet-Bewegungen vor, der diesen Punkt noch einmal erläutert und auch die Konsequenzen erläutert, die sich aus der internen Satzung der FIMEM für die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ergeben.

 

 

 

  1. Das nächste Treffen des CA und die Vorbereitung der Generalversammlungen auf der RIDEF in León 2012

 

Das Treffen des CA wird 2012 stattfinden; das Datum steht noch nicht fest.

 

 

 

  1. Der nächste CA

 

Wir appellieren an die Freinet-Bewegungen, neue Mitglieder für den CA zu benennen. Es ist vorteilhafter, wenn der CA aus mehr Mitgliedern besteht als bisher.

 

Ingrid Dietrich wird ihr Mandat auf der RIDEF in León 2012 niederlegen.

 

Es gibt schon eine Kandidatin aus einer der brasilianischen Freinet-Bewegungen, die ihr Interesse signalisiert hat (Ana Lucia da Silva, Mitglied der Gruppe Sao Paulo). Dieser Vorschlag wurde aber von der Generalversammlung der betreffenden Bewegung noch nicht bestätigt.

 

Die Bewegungen müssen über die Kandidaten-Vorschläge abstimmen, und diese müssen zwei Monate vor der RIDEF 2012 an den CA geschickt werden. Auf der RIDEF wird dann über die neuen Kandidaturen abgestimmt.

 

Folgende Vorschriften gibt es dazu in der internen Satzung und den Statuten:

  • Die Zusammensetzung des CA muss die internationale Dimension der Freinet-Pädagogik widerspiegeln.

  • Der CA muss alle 2 Jahre durch die Generalversammlung der FIMEM gewählt werden.

  • Jedes Mitglied des CA verpflichtet sich aber im Prinzip für 4 Jahre, mit der Möglichkeit, sein Mandat bis auf 6 Jahre zu verlängern.

  • Der CA soll alle 2 Jahre ein Drittel seiner Mitglieder austauschen.

  • Die Mitglieder, die ausscheiden müssen, werden wenn nötig durch das Los bestimmt.

  • Die Mitglieder des CA, die ausscheiden müssen, können wieder gewählt werden.

 

 

  1. Anhänge

 

Anhang 1: Geschenk der Freinet-Bewegung der Elfenbeinküste für die FIMEM

 

 

 

Anhang 2: Erläuterung des Themas der RIDEF-2012: Erziehung und Gleichheit der Geschlechter

 

(Das Thema wird im „Brief der Präsidentin“ (s.o.- Punkt 1) schon ausführlich erläutert.

Die Ausführungen der spanischen KollegInnen dazu findet Ihr in der französischen und spanischen Fassung des Infor 60. Sie sind auszugsweise nachzulesen auf der Homepage der Freinet-Kooperative: http://www.freinet-kooperative.de/start/pdf/2012_RIDEF_Leon.pdf)

 

 

 

 

Anhang 3: Solidaritätsfoto für die Kinder in Japan – aus einer Schule in Burkina Faso, Lehrerin: Yacouba Ouedraogo (yacou83@.fr)

 

(s. nächste Seite)

 

 

Capter 11: Archives

The Board instructed Patricia and Ingrid to visit Nice place and learn about the place where the Archives of Freinet Pedagogy are deposited , and the way to study on site. They will trip according to their personal availability , if possible until the spring of 2012.
Reply Michel : it generates a lot of unnecessary costs because inventories are available on the website of the Departmental Archives in Nice.

The Board discussed the fact that Michel Mulat has created a parallel structure to the archives of the Friends of Freinet . He chose to do this work alone and to decide on the use of results only , instead of setting up a cooperative work Memory Movements .
Reply Michel : The decision was taken in CA FIMEM , appears in almost all INFOR from Metepec and you could follow the progress of work each month by looking on the site table of activities of each member of the Board. In addition, INFOR 57 states that this work was part of the AG Guidelines passed in Metepec . In France the decision was taken by the Commission Henri Portier, ICEM Committee at the beginning of 2007, in consultation with the CA ICEM since a board member was part of the commission.

Conclusion Michel : These claims are false , the Board has a duty to correct them.
Michel Mulat